Konzept

Jugendfußball bei den Sportfreunden Eisbachtal



1. Historie



Von jeher war die Domäne der Eisbachtaler Sportfreunde die erfolgreiche Jugendarbeit. Mitte der 90er Jahre hatte unser kleiner Verein mit Roman Weidenfeller (bis 30. Juni 2003 beim 1. FC Kaiserslautern, anschließend beim ehemaligen Weltpokal- und Champions-League-Sieger Borussia Dortmund unter Vertrag) und Steffen Becker gleich zwei U-15-Nationalspieler in seinen Reihen. Mit dem Ex-Eisbachtaler Antonio da Silva feierte der VfB Stuttgart die dritte Deutsche Meisterschaft. Unsere Junioren-Teams waren vornehmlich in den 90er Jahren fast regelmäßig bei Deutschen Meisterschaften und im DFB-Pokal vertreten: VfB Stuttgart, 1. FC Kaiserslautern, 1. FC Nürnberg, Borussia Dortmund, Werder Bremen, Bayer 04 Leverkusen, Bayern München, Hertha BSC Berlin, Karlsruher SC, Carl Zeiss Jena und Eintracht Frankfurt hießen die prominenten Gegner, mit denen sich unsere Jugendlichen messen konnten.

2. Präambel und Zielsetzung der Jugendabteilung


Damit auch in Zukunft die gute Jugendarbeit in Eisbachtal an die Erfolge vergangener Jahre anknüpfen kann, bedarf es eines leistungsorientiertes Trainings und entsprechendes Verhalten und Auftreten auf und neben dem Sportplatz. Sowohl der einzelne Spieler als auch die Mannschaft steht dabei im Fokus.

Durch gezieltes individuelles und mannschaftliches Training sollen alle Jugendspieler der Sportfreunde Eisbachtal optimal gefördert werden. Dadurch hoffen wir natürlich, dass sich unsere talentiertesten Juniorenspieler so entwickeln, dass ihnen den Sprung in unsere Seniorenmannschaft glückt.

Eine große Bedeutung hat auch die Persönlichkeitsausbildung unserer Jugendspieler.

Dazu zählen:

Diesen „Teamgeist Eisbachtal“ soll der Trainer- und Betreuerstab vorleben. Der Teamgeist soll alle Eisbachtal-Juniorenteams auszeichnen.


Darüber hinaus ist es für uns sehr wichtig,...

...unseren Juniorenspielern deutlich zu machen, dass Schule und berufliche Ausbildung Priorität genießen.

...mit unseren Nachbarvereinen, allen Vereinen mit denen wir im Dialog stehen, den Verbänden, allen Gästen und allen Gegnern ein partnerschaftliches Miteinander zu pflegen.

...dass die Verantwortlichen von Eisbachtal ihre Arbeit und den Jugendfußball im Allgemeinen kritisch hinterfragen. Ziel ist es, sich stetig zu verbessern.

...dass bei aller gezielten Förderung der Spaß und die Freude am „Fußball spielen“ bei unseren Spielern und Mitarbeitern im Vordergrund stehen.

3. Trainingsprinzipien


Unsere Jugendtrainer sind angehalten, nach den neuesten Trainingsmethoden des modernen Fußballs zu trainieren. Technik, Taktik und Kondition werden heute im Fußball auf eine sehr spezifische Art gefordert. Eines der wichtigsten Ausbildungsziele bei den Eisbachtaler Sportfreunde lautet: „Die Planung darf nicht von Spiel zu Spiel erfolgen, sondern muss langfristig auf das einzelne Talent abgestimmt werden.“
Die Trainingsschwerpunkte sind definiert. Klare Vorgaben hinsichtlich der einzelnen Trainingseinheiten gibt es aber nicht. Die Qualität der einzelnen Trainerteams bei Eisbachtal ist so hoch, dass jede Trainingseinheit Sinn macht. Die Planung der einzelnen Trainingseinheiten und ihre Einbindung in den gesamten Jahreszyklus ist in der Verantwortung der jeweiligen Trainer.

Nicht nur die sportliche Ausbildung wird bei Eisbachtal verfolgt. Man versucht Spielern und Teams, angefangen von den Jüngsten (F-Jugend) bis hin zu den A-Junioren, folgende Punkte zu vermitteln:


Beim Training werden folgende Aspekte berücksichtigt:

Physische Qualitäten

Im physischen Bereich werden heute umfangreiche Anforderungen an den modernen Fußball gestellt. Abhängig von der jeweiligen Spielposition können diese sich leicht voneinander unterscheiden. Trainingsschwerpunkte werden auf physische Kraft, Kondition und Koordination ausgerichtet.

Schnelligkeit

Schnelligkeit wird zum bestimmenden Faktor im modernen Fußball, so daß sie auf jeden Fall in der Abwehr und im Angriff vorhanden sein muß. Schnelligkeit wird z.B. in Zweikämpfen benötigt, beim Antizipieren (Verteidiger kommt an den Ball, bevor der Angreifer eingreifen kann), aber auch um eventuelle Fehler zu kompensieren.

Gesunde Aggressivität

Jeder Fußballspieler braucht eine gesunde, natürliche Aggressivität. Oft reicht es, seinen Körper intelligent einzusetzen, um den Gegner aus dem Spiel zu nehmen.

Taktisches Verständnis

Ein moderner Fußballer muß sich in ein taktisches System einbinden lassen. Dafür muß er ein gewisses taktisches Verständnis an den Tag legen. Alle Spieler müssen taktisch geschult werden, da die ballorientierte Verteidigung nur im Kollektiv funktioniert. Sich taktisch richtig zu verhalten bedeutet oft nicht mehr, als sich zum richtigen Zeitpunkt einen Meter mehr nach links oder nach rechts zu bewegen.

Technik

Die technische Perfektion der Spieler ist ein Qualitätsmaßstab aller guter Mannschaften. Das Beherrschen der Grundtechniken ist die unverzichtbare Basis für attraktiven und erfolgreichen Fußball. Die Zeit, die für Techniktraining aufgewendet wird, ist niemals verschenkte Zeit!

Konzentration

Eine wichtige Anforderung an einen modernen Fußballer ist es, seine Aufgaben während der Spielzeit konzentriert zu erfüllen. Diese Aufgaben können je nach Spielweise des Gegners und unsere Reaktion darauf veränderlich sein.

Coachen

Eine ballorientierte Verteidigung, bei der es auf das Kollektiv ankommt (im Gegensatz zu der Manndeckung), kann nur funktionieren, wenn alle Spieler fähig sind, sich ständig gegenseitig zu dirigieren. Die Spieler sollten sich niemals darauf verlassen, daß alles von selbst geht, weil dann nicht mehr gesprochen wird, ….. und schon passiert ein Fehler.

4. Soziales Verhalten


Zur Bildung einer fußballerischen Persönlichkeit gehören, neben einer Vielzahl wichtiger Entwicklungen (z.B. Selbstvertrauen oder Kritikfähigkeit), insbesondere das korrekte Sozialverhalten im Team.
Kinder und Jugendliche kommen zu uns in den Verein aus dem Antrieb: "Ich will Fußballspielen". Andere Komponenten, die mit einem Eintritt in ein Fußballteam verbunden sind, werden von den Kids und auch von deren Eltern meist unterschätzt. Deshalb sollte jedem Trainer, Spieler, Eltern u.a. klar sein, dass Teamfähigkeit und korrektes Sozialverhalten die Grundvoraussetzungen für ein harmonisches Klima in der Mannschaft sind. Ohne ein vernünftiges Klima wird das Fußballspielen keine Freude bringen.
Nur über ein gutes Mannschaftsklima ist der sportliche Erfolg auf Dauer gesichert und einfacher zu erreichen. Zur Mannschaft zählt hierbei nicht nur das Team und Trainer, sondern das gesamte Umfeld. Verein, Betreuer, Eltern, Geschwister, Verwandte und Freunde können über verschiedene Aktivitäten ins Teamgeschehen eingebunden werden.
Gerade die Verhaltensregeln in einer sozialen Gemeinschaft wie ein Fußballteam sind für viele Jugendliche oft ein Grund mit dem Fußballspielen im Verein aufzuhören. Andere Sportarten, insbesondere die ständig neuen amerikanischen Outdoor-Aktivitäten, haben für Jugendliche den Vorteil, sich nicht in eine soziale Gemeinschaft einfügen zu müssen. Pünktlichkeit, Teamfähigkeit oder Zuverlässigkeit sind uncool und keine positiven Eigenschaften. Deshalb sollten wir unsere Kinder frühzeitig an bestimmte Verhaltensregeln gewöhnen. Nur so werden diese Regeln für Kinder zur Normalität und bleiben nicht eine Zwangsanweisung. Dies ist ein wichtiges Lernziel, nicht nur für das Fußball-Leben.

Die Erziehung zur sozialen Kompetenz muß möglichst frühzeitig beginnen und kann nicht alleine von einem Fußballverein erfolgen, wenn sie erfolgreich sein will. Nur durch Konsequenzen und Toleranz, sowie dem Lernen anhand selbst erlebter Beispiele können sich Erfolge einstellen.

Die Sportfreunde Eisbachtal legen großen Wert auf das soziale Verhalten von Trainern, Betreuern, Spielern, Eltern u.a. auf und neben dem Sportplatz.

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